In einer kleinen Feierstunde, im alten Sitzungssaal des Rathauses, wurde der Lions-Förderpreis 2022 an die "Freunde des Kloster Haina E.V." verliehen. Auch die "Bambini Feuerwehr Roda" und das "Wettermuseum Alte Schule Schreufa" wurden bedacht

Text aus der HNA vom 5.12.2022. – Der Ort war historisch, das Ambiente würdig, die Laudatio kurzweilig, das Ensemble der Edertalschule spielte dem Anlass entsprechend festliche Streichermusik von Wolfgang Amadeus Mozart und aus dem Musicalfilm „The Greatest Showman“: In feierlichem Rahmen im traditionsträchtigen Sitzungssaal des zehntürmigen Rathauses in Frankenberg wurde der Verein „Freunde des Klosters Haina“ für seine langjährige und herausragende Arbeit am Freitagabend mit dem Förderpreis des Lions-Clubs Frankenberg ausgezeichnet – dotiert mit 3000 Euro. Das Besondere an der Preisverleihung: Die Auszeichnung wurde im Lions-Jubiläumsjahr überreicht. 1972 gegründet, bestehen die Frankenberger Lions seit genau 50 Jahren. „Der Förderpreis ist zu einem festen Bestandteil des Lions-Clubs Frankenberg geworden“, erinnerte Lions-Präsident Günter Beil. Der Preis solle nicht nur ganz besondere Leistungen von Menschen, Vereinen und Initiativen honorieren, sondern auch ein Ansporn sein, sich für das Allgemeinwohl zu engagieren, und zwar ganz nach dem Lions-Motto „We serve“ (wir dienen). Bei der Auswahl des Preisträgers habe der Lions- Club wegen der „sehr guten Bewerbungen“ diesmal die „Qual der Wahl“ gehabt, erklärte Beil. Deshalb habe sich der Club erstmals dazu entschieden, noch zwei weitere Vereine mit jeweils 500 Euro zu unterstützen: die Bambini-Feuerwehr Roda und das Wettermuseum Schreufa. „Diese beiden Vereine fördern sehr gute Projekte“, begründete der Lions-Präsident die Entscheidung. Der Lions-Förderpreis in dieser Form wurde erstmals 2021 verliehen, er löste seinerzeit die 2017 gestiftete Jürgen-Föhrenbach-Auszeichnung ab. Im vergangenen Jahr hatte der Verein „Kreis-Heimatmuseum“ die Auszeichnung erhalten. Die Laudatio auf die „Freunde des Klosters Haina“, den der Journalist Klaus Brill für den Preis vorgeschlagen hatte, hielt der Wiesenfelder Heimathistoriker Karl-Hermann Völker. Er erinnerte insbesondere daran, dass der Verein „seit mehr als 30 Jahren einen großartigen kulturellen Beitrag“ für unsere Region leiste. Das Kloster Haina als „verstecktes Kleinod in der Heimat der Brüder Grimm“ habe der Verein aus seinem Dornröschenschlaf erweckt und für Besucher aus nah und fern in vielfältiger Form erfahrbar gemacht. Nicht unerwähnt ließ der Gastredner dabei insbesondere die „europaweite Ausstrahlung“ der Maler-Dynastie Tischbein mit dem „Goethe-Maler“ Johann Heinrich Wilhelm Tischbein (1751-1829) in ihrer Mitte. Neben der Präsentation der historischen Klostergebäude sei die Erforschung des Lebens der Tischbeins in Haina inzwischen einer der Haupt-Arbeitsschwerpunkte der Klosterfreunde Haina geworden, so Völker. Die Urkunde zum Förderpreis überreichte Lions-Präsident Günter Beil an die Vorsitzende des Vereins „Freunde des Klosters Haina“, Heike Hartmann-Frank. „Mit dem Preis soll der Verein das Andenken an die Klosterzeit und die berühmte Tischbein-Dynastie erhalten“, so Beil. „Der Preis ist für uns eine große Ehre und eine große Freude“, bedankte sich die Vorsitzende. Aktuell sei der Verein an der Arbeit eines neuen Buches über die Tischbein-Familie, berichtete Hartmann-Frank. Den Preis für die Bambini-Feuerwehr Roda überreichte Beil an die Gruppenleiterinnen Stefanie Bender und Sarah Werner-Grautstück, den Preis für das Wettermuseum an den Vorsitzenden Werner Böhle. Die Bambinis wollen mit dem Geld einen Bollerwagen anschaffen, der Verein Wettermuseum die Schulscheune ausbauen.  mjx

Bürger Meister Hess, Lions Präsident Beil, Laudator Völker und die Geehrten
Mitglieder des Schulorchester der Edertalschule, unter Leitung von Martin Fischer, sorgten gekonnt für die musikalische Untermalung.
Stefanie Bender, Sarah Werner-Grautstück und die Kinder der Bambini Feuerwehr
Der Vorsitzende, des "Wettermuseum Alte Schule Schreufa" Werner Böhle, freut sich über die Auszeichnung

Der Lions Förderpreis geht im Jahr 2021 an den Museumsverein Frankenberg

Auszeichnung mit Lions Förderpreis, am 29.10. durch Präsident Armin Fleck im Rathaus

Große Bühne für Philip Soldan

 

   Frankenberg – „Heimat stiftet Identität und Zugehörigkeit. Heimat ist Geschichte, einer der Rohstoffe, aus denen wir auch unser Bild von uns selber formen“, erklärte der Journalist Klaus Brill (Ellershausen), als er am Wochenende im Sitzungsaal des alten Rathauses bei der Verleihung des mit 3000 Euro dotierten Förderpreises des Frankenberger Lions-Clubs die Laudatio für den Verein Kreis-Heimatmuseum Frankenberg hielt. Dank der vorbildlichen Konservierungs- und Ausstellungsarbeit der Ehrenamtlichen des seit 1973 bestehenden Museumsvereins habe Frankenberg und die Region „einen gewaltigen Sprung nach vorne gemacht“.

  Brill machte dies an dem Museumsschwerpunkt zum Frankenberger Formenschneider Philipp Soldan (1500-1569) mit seinen vielen Exponaten deutlich, den er in einen weit gespannten kulturhistorischen Zusammenhang hessischer Geschichte einbettete. Er erinnerte an die erste Soldan-Ausstellung im Heimatmuseum 2009 mit leihweiser Rückholung der Frankenberger Ratsherrenbank aus Kassel und an die bundesweit beachtete Soldan-Rückschau im Reformations-Gedenkjahr 2017, „bei der Frankenberg seinem Künstler eine große Bühne bereitete“.

   Festredner Klaus Brill würdigte mit großer Herzlichkeit („Wir loben, rühmen und ehren“) die jahrlange ehrenamtliche Arbeit des Museumsvereins mit Menschen wie Wilhelm Wicke, Heinz Brandt, Heiner Wittekindt und Hans Papenfuß. Er dankte insbesondere Mitgliedern des derzeitigen Museumsteams mit Dr. Birgit Kümmel, Ruth Piro-Klein, Dr. Horst Hecker, Lothar Finger, Ulrike Ortwein und Ruth Theissen-Waller, denen anschließend der amtierende Lions-Präsident Armin Fleck auch den vom Lionsförderverein Frankenberg e. V. gestifteten Ehrenpreis überreichte.

   „Der Preis wurde geschaffen zur Förderung und Würdigung von besonderem Engagement des Einsatzes für das Allgemeinwohl in unserer Region und besondere persönliche Einzelleistungen in gemeinnützigen oder mildtätigen Aufgabengebieten“, berichtete Fleck. Er löse nun die 2017 gestiftete Jürgen-Föhrenbach-Auszeichnung ab und werde in dieser Form erstmals verliehen.

   Für den geehrten Verein Kreis-Heimatmuseum, heute „Museum im Kloster Frankenberg“, bedankte sich dessen Leiterin Dr. Birgit Kümmel. „Wir haben eine Menge vor“, kündigte sie an. Der Lions-Förderpreis werde für die anstehende Neukonzeption des Museums eine große Hilfe sein.

   Hausherr Bürgermeister Rüdiger Heß freute sich in seinem Grußwort über die Würdigung des Museums mit dem Schwerpunkt Philipp Soldan vor Ort im historischen Rathaus mit seinen Knaggen-Figuren. „Was liegt hier näher als gerade diese Thematik?“ Heß dankte allen Ehrenamtlichen, Spendern und Förderern, die sich bisher für die Museumsarbeit eingesetzt hätten. Eine kleine Orchesterauswahl der Edertalschule unter Leitung von Martin Fischer gab der Feierstunde mit Musik zwischen Renaissance und Moderne einen vielfarbigen musikalischen Rahmen.                                                                         

Text: Karl-Hermann Völker

  

Verleihung Lions Förderpreis
Dank und Anerkennung für Museumsverein: Nach der Übergabe des Förderpreises durch Lions-Club--Präsident Armin Fleck (rechts) stellten sich Geehrte und Gratulanten zum Foto mit (von links) Bürgermeister Rüdiger Heß, Dr. Horst Hecker, Ruth Theissen-Waller, Günther Beil, Ulrike Ortwein, Ruth Piro-Klein, Dr. Birgit Kümmel und Laudator Klaus Brill. | Karl Herman Völker

Ehrenamtliche Arbeit wir gewürdigt in 2018. Präsident Markus Beil verleiht die Dr. Föhrenbach Auszeichnung an den Treffpunkt Frankenberg

Im Jarhr 2017 geht die Dr. Föhrenbach Auszeichnung an die Musikschule Frankenberg. Die Auszeichnung verleiht Vice-Präsident Lothar Czeczatka

Präsident Dr. Markus Pfuhl zeichnet den Verein "Schritt für Schritt" im Jahr 2016 für seine Arbeit aus

Dr. Föhrenbach Auszeichnung, wird 2015 durch den Lions Präsidenten Bernhard Jeide an den " Weißen Ring" verliehen.

Dr. Föhrenbach Auszeichnung, wird 2014 durch den Lions Präsidenten Dr. Dietrich Tripp an den Türkisch Deutschen Verein Frankenberg verliehen.

Der Lions Club Frankenberg verleiht im Jahr 2013 die Dr. Föhrenbach Auszeichnung an Frank Seumer. Die Auszeichnung wird von Lions Präsident Adam Willi Finger überreicht

Frankenberg/Eder | 06. November 2021

Frank Seumer und seine Truppe

Präsident Adam Daume ehrt im Jahr 2012 den Historiker Dr. Hecker Frankenberg mit der Dr. Föhrenbach Auszeichnung, für seine Arbeit im Stadtarchiv

Präsident Rainer Walenzik ehrt im Jahr 2011 das Hospiz Frankenberg mit der Dr. Föhrenbach Auszeichnung

Dr. Jürgen Föhrenbach Auszeichnung, wird durch den Lions Club Frankenberg verliehen.

Für besonderes Engagement im Sinne des Gemeinwohls zeichnen wir Organisationen und/oder Einzelpersonen aus. Wir erinnern damit an unseren verstorbenen Lionsfreund Dr. Jürgen Föhrenbach . Die Auszeichnung  wird jährlich im Oktober vergeben und ist mit einem Preisgeld von bis zu 3000 € verbunden. Bewerbungen und Vorschläge können jeweils bis zum 01. März des Jahres beim Vorstand des Clubs eingereicht werden. 

Als erster Preisträger wurde am 19.10.2011 der Verein "Ambulantes Hospiz Frankenberg e.V." ausgezeichnet. 
Beschreibung: http://www.lions-club-frankenberg.de/Fotos/foehrenbachpreis_2011/data1/images/DSC_7081.jpgIn der Verleihungsurkunde heißt es: "Der Verein „Ambulantes Hospiz Frankenberg e.V.“ und seine Mitglieder engagieren sich ehrenamtlich in vorbildlicher Weise in einem Bereich, der von der Gesellschaft häufig tabuisiert und vernachlässigt wird. Der Verein hat sich zur  Aufgabe gemacht, sterbende Menschen in den letzten Tagen und Wochen ihres Lebens zu begleiten, um ihnen ein würdiges Lebensende zu ermöglichen. Durch den persönlichen Einsatz der Vereinsmitglieder, durch Gespräche oder gemeinsame Aktivitäten erfahren die Sterbenden Zuwendung und Hilfe."

Preisträger des Jahres 2012 ist der Historiker Dr. Horst Hecker: "Dr. Horst Hecker hat als Frankenberger Stadt
Beschreibung: http://www.lions-club-frankenberg.de/Fotos/Foehrenbachpreis_2012/data1/images/Fo_hrenbachpreis201210102007530014.jpgarchivar und Mitglied des Vereins für hessische Geschichte und Landeskunde im Jahr 2011 eine 600-seitige wissenschaftlich fundierte Arbeit zur Geschichte des jüdischen Lebens in Frankenberg vorgelegt, die in ihrer Art herausragend in Hessen ist. Es ist ihm - fast 70 Jahre nach der Vertreibung und Vernichtung der letzten jüdischen Bürger der Stadt durch das NS-Regime - gelungen, sowohl die 37 Biografien der Frankenberger Opfer zu erforschen als auch Daten, Bilder und Dokumente aus dem Leben sämtlicher ehemaliger jüdischer Familien zu sichern. Er hat damit ein Stück verdrängter Geschichte aufgearbeitet, erstmals wieder Kontakte zu überlebenden jüdischen Nachfahren in Übersee hergestellt und so mit seinem Gedenkbuch einen wertvollen Beitrag zur Versöhnung geleistet." 

2013 ging ging die Auszeichnung an den Initiator/Leiter der Naturschutzjugend Frankenberg, Frank Seumer: "Herr Frank Seumer ist seit 
Beschreibung: http://www.lions-club-frankenberg.de/Fotos/foehrenbachpreis_2013/data1/images/adam_willi_finger_frank_seumer_kubat.jpg1983 Mitglied im Naturschutzbund (NABU) und hat 1989 die Gruppe der Naturschutzjugend (NAJU) mit begründet. Seit 1993 ist er Leiter der NABU/NAJU-Gruppe Frankenberg. Frank Seumer betreut seit 2003 jährlich drei bis vier straffällig gewordene Jugendliche beim Ableisten von Arbeitsstunden im Natur- und Umweltschutz. Durch seine ausführlichen Gespräche mit den zu betreuenden Jugendlichen ist es ihm gelungen, manche seiner Schützlinge in die Arbeit der NAJU-Gruppe zu integrieren. Ein weiterer Schwerpunkt seiner Naturschutzarbeit gilt dem Schutz und der Erforschung der Fledermäuse. Herr Seumer hat durch seine Forschungsarbeiten einen großen Anteil am derzeitigen Kenntnisstand über die Fledermaus-Fauna in unserer Region. Herr Frank Seumer hat durch seine hohe fachliche Kompetenz und sein herausragendes soziales Engagement einen wertvollen Beitrag für den Naturschutz und bei der Jugendarbeit geleistet."